Rohbau: Stein auf SteinWände, Decken, Dachstuhl: Im Rohbau wächst Ihr Haus rasant – Stein auf Stein bis zum Richtfest.Bauen mit Roth: Bauablauf
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2021Roth-Massivhaus | Baublog | Objekt 3136 | Rohbau EG (4)

Bauphase Rohbau – So entsteht der massive Baukörper Ihres Hauses
Vom ersten Stein bis zum Dachstuhl – der Rohbau im Überblick

Nach den Vorbereitungen und Bodenarbeiten beginnt mit dem Rohbau der wohl greifbarste Abschnitt des Hausbaus. Jetzt wachsen Wände, Decken und Dachkonstruktion sichtbar in die Höhe – und aus der Idee auf dem Papier wird ein echtes Gebäude. Die Grundform Ihres Hauses entsteht, Stein für Stein und ganz nach Plan.

In dieser Bauphase werden alle tragenden Strukturen hergestellt: das Mauerwerk im Erd- und Obergeschoss, massive Betondecken und der individuell gefertigte Dachstuhl. Jedes Bauteil folgt einer statischen Logik und wird mit Sorgfalt und Erfahrung umgesetzt – für maximale Stabilität und ein solides Fundament für alle weiteren Arbeiten.

Wie genau der Rohbau bei Roth-Massivhaus entsteht, zeigen wir Ihnen im Detail: Vom ersten Stein bis zum letzten Sparren. Klicken Sie sich durch die einzelnen Bauabschnitte und begleiten Sie Ihr zukünftiges Zuhause auf dem Weg nach oben.

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Maurerarbeiten im Erdgeschoss
Stein auf Stein – wohngesund, präzise und massiv

Wenige Tage nach Fertigstellung der Bodenplatte beginnt der nächste sichtbare Bauabschnitt: der Rohbau des Erdgeschosses. Nun entstehen die tragenden Strukturen Ihres Hauses – massiv, wohngesund und hochpräzise ausgeführt.

Bevor die erste Steinreihe gesetzt wird, sorgt eine horizontal verlegte Sperrbahn dafür, dass keine Feuchtigkeit aus dem Untergrund ins Mauerwerk aufsteigen kann. Dieser Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit entspricht den Vorgaben der DIN 18533-1 und bildet die Grundlage für eine langlebige Bauweise.Für das Mauerwerk verwenden wir bei Roth-Massivhaus ausschließlich Porenbetonsteine der Marke Ytong – schadstofffrei, diffusionsoffen und mit exzellenten Dämmeigenschaften. Die Außenwände im Erdgeschoss bestehen aus 17,5 cm starken Porenbetonsteinen (Typ PP4-05), ebenso wie alle tragenden Innenwände. Nichttragende Innenwände werden in einer Stärke von 11,5 cm ausgeführt – ebenfalls aus Porenbeton. Dieses Material ist nicht nur statisch zuverlässig, sondern sorgt durch seine hohe Wärmespeicherfähigkeit und Dampfdiffusionsoffenheit für ein angenehmes, ausgeglichenes Raumklima im gesamten Haus.

Steine im Halbverband gemauert

Die Steine werden im sogenannten Halbverband gemauert – also versetzt zur darunterliegenden Reihe – und mit speziellem Dünnbettmörtel verbunden. So entstehen besonders schmale Fugen, die Wärmebrücken minimieren und zugleich eine hohe Maßhaltigkeit und Stabilität gewährleisten. Nach der ersten exakt ausgerichteten Steinreihe folgt eine weitere Sperrschicht gegen Spritzwasser aus dem Sockelbereich.

Innerhalb weniger Tage wächst das Erdgeschoss auf eine lichte Rohbauhöhe von ca. 275 cm heran. Bereits jetzt sind die künftigen Räume erkennbar – und das erste Mal durch die eigenen vier Wände zu gehen, ist für viele Bauherren ein emotionaler Moment: Der Plan auf Papier wird endlich greifbare Realität.

Warum wir Porenbetonsteine verwenden

Porenbeton ist ein mineralischer, massiver und zugleich leichter Baustoff, der sich ideal für den energieeffizienten Hausbau eignet. Seine Festigkeit erhält er durch Dampfhärtung bei rund 200 °C – ein Verfahren, das ihn besonders formstabil und tragfähig macht.
Dank der geringen Rohdichte lässt sich Porenbeton besonders gut verarbeiten und präzise zuschneiden. Gleichzeitig überzeugt er durch herausragende Wärmedämmeigenschaften – ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Als rein mineralischer Baustoff ist Porenbeton nicht brennbar, entwickelt im Brandfall keine giftigen Gase und trägt damit aktiv zum baulichen Brandschutz bei.

Für Roth-Massivhaus ist Porenbeton aber nicht nur ein technischer Baustoff, sondern ein Baustein für gesünderes Wohnen – wohngesund, emissionsfrei und bauphysikalisch überzeugend.

Die Zwischendecke
Stabil, maßgefertigt, tragend für alles, was kommt

Roth-Massivhaus | Baublog | Objekt 3136 | Decke EG (5)

Bevor die Zwischendecke eingesetzt und betoniert werden kann, wird zunächst das Fassadengerüst aufgebaut. Es dient nicht nur dem sicheren Arbeiten beim Setzen der Decke, sondern wird auch in den folgenden Bauphasen – wie dem Mauern des Obergeschosses und der Dacheindeckung – verwendet. Dabei handelt es sich um ein mehrgeschossiges, umlaufendes Systemgerüst mit integrierten Arbeits- und Schutzebenen, das regelmäßig geprüft und an den Baufortschritt angepasst wird. Für die Handwerker ist es eine unverzichtbare Basis für effizientes und sicheres Arbeiten in der Höhe.

Nur wenige Tage nach Fertigstellung des Erdgeschosses folgt mit der Zwischendecke der nächste große Schritt: die Trennung zwischen Erd- und Obergeschoss. Bei Roth-Massivhaus setzen wir auf eine sogenannte Filigrandecke – eine Kombination aus vorgefertigten Betonelementen und einer bauseitig eingebrachten Ortbetonschicht.

Die Filigrandecke besteht aus rund 5 cm starken Betonplatten mit eingebauter unterer Bewehrung. Sie wird individuell für jedes Haus geplant und im Werk maßgenau vorgefertigt. Auch Aussparungen und Durchführungen für Leitungen, Abwasserrohre und später geplante Deckeneinbaustrahler können bereits werkseitig integriert werden – das spart Zeit und vermeidet aufwendige Kernbohrungen im fertigen Baukörper.

Vorteile der Filigrandecke

  • Maßgefertigte Vorproduktion – reduziert Bauzeit und erhöht Präzision
  • Werkseitig integrierte Aussparungen für Leitungen und Deckenspots
  • Kombiniert industrielle Qualität mit der Flexibilität von Ortbeton
  • Besonders glatte Unterseite – ideal für spätere Putz- oder Malerarbeiten 
  • Tragfähige Konstruktion mit hoher Lastaufnahme – auch für große Spannweiten
  • Geringere Schalungsarbeiten auf der Baustelle – das spart Zeit und Kosten

Am Liefertag werden die einzelnen Deckenelemente per Kran millimetergenau auf dem Mauerwerk positioniert. Damit sie ihr volles statisches Potenzial entfalten können, werden sie durch eine obere Bewehrung ergänzt und an den Stoßfugen miteinander verbunden. ISO-Körbe stellen die kraftschlüssige Verbindung zu eventuellen auskragenden Bauteilen her – etwa bei Erkern oder Balkonen. Entlang der Außenwände wird zusätzlich eine Schalung angebracht, um den abschließenden Beton sauber einzubringen.

Nach dem Verlegen und Ausrichten aller Elemente folgt die Betonage: Eine Ortbetonschicht verbindet die Einzelelemente zu einer durchgängigen, 20 cm starken Stahlbetondecke. Wie bei der Bodenplatte wird auch hier gerüttelt, geglättet und kontrolliert, um eine gleichmäßige und tragfähige Fläche zu erhalten.

Wichtig für die ersten Tage: Während der Abbindezeit lagert das gesamte Decken-Gewicht auf sogenannten Deckenstützen, die im Erdgeschoss aufgestellt werden. Erst nach rund drei bis vier Wochen, wenn der Beton vollständig ausgehärtet ist, können diese entfernt werden

Tipp für Bauherren:

Wer den Einbau von Deckenspots plant, sollte schon in der Planungsphase an entsprechende Aussparungen – z. B. Halox-P Töpfe – denken. So lassen sich spätere Bohrarbeiten vermeiden und Einbauleuchten passgenau integrieren.

 

 

Maurerarbeiten im Ober- bzw. Dachgeschoss
Stein für Stein zur endgültigen Gebäudeform

Roth-Massivhaus | Bauphase Rohbau: Maurerarbeiten

Nach dem Aushärten der Zwischendecke geht der Rohbau in die nächste Runde: Das Obergeschoss entsteht – mit den gleichen Qualitätsansprüchen und Materialien wie bereits im Erdgeschoss. Jetzt wird das Haus in seiner endgültigen Höhe und Form sichtbar, und viele Bauherren erleben an diesem Punkt das erste Mal bewusst, wie sich Proportionen und Raumwirkungen im echten Maßstab anfühlen.

Auch im Obergeschoss kommen bei Roth-Massivhaus ausschließlich Porenbetonsteine zum Einsatz – wohngesund, maßhaltig und energieeffizient. Die Außenwände sowie alle tragenden Innenwände werden aus 17,5 cm starkem Porenbeton (PP4-05) gemauert. Nichttragende Innenwände erhalten eine Stärke von 11,5 cm, ebenfalls aus dem bewährten Material. Porenbeton ist nicht nur statisch zuverlässig, sondern überzeugt auch durch seine wärmedämmenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften. Er trägt dazu bei, ein ausgeglichenes Raumklima im Obergeschoss zu schaffen – Sommer wie Winter.

Die Steine werden im bewährten Halbverband und mit Dünnbettmörtel verarbeitet, wodurch schmale Fugen entstehen, die Wärmebrücken minimieren und eine hohe Maßgenauigkeit sichern.

Besonders sichtbar wird im Obergeschoss auch der Wandaufbau in seiner kompletten Form: Die massive Außenwand aus Porenbeton wird später mit einem abgestimmten Dämmsystem (z. B. Sto Hartschaumplatten, Armierungsputz und Silikonharzputz) versehen – für optimale Energieeffizienz, Witterungsschutz und eine langlebige, schöne Fassade.

Je nach Haustyp und Grundriss entstehen nun klassische Räume wie Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bäder oder ein Arbeitszimmer. Sobald die letzte Steinreihe gesetzt ist, ist der Rohbau nahezu abgeschlossen – das Dach kann kommen. Bei Häusern mit weiteren Vollgeschossen – etwa bei Stadtvillen – werden auch diese oberen Etagen im gleichen Mauerwerksaufbau errichtet: massiv, wärmedämmend und wohngesund mit Porenbetonsteinen, exakt nach statischer Vorgabe.

 

Symbolbild / Visualisierung *¹

Und wie sieht das bei einem 1,5-geschossigen Haus aus?

Bei einem 1,5-geschossigen Haus wird kein vollständiges Obergeschoss errichtet, sondern ein sogenannter Drempel aufgemauert – das ist die senkrechte Wand, auf der das Dach aufliegt. In der Regel beträgt dieser Drempel bei Roth-Massivhaus etwa 90 cm, kann aber auf Wunsch auch erhöht werden, um mehr Stellfläche und Kopffreiheit im Dachgeschoss zu gewinnen. Danach folgt direkt die Dachkonstruktion, die den oberen Gebäudeabschluss bildet. Durch diese Bauweise entsteht der typische Charme eines klassischen Einfamilienhauses – mit sichtbaren Dachschrägen und individueller Raumgestaltung unterm Dach.

Was ist der Unterschied zwischen Ober- und Dachgeschoss?

Ein Obergeschoss ist ein vollwertiges Geschoss über dem Erdgeschoss – mit geraden Außenwänden, gleichmäßiger Raumhöhe und ohne Dachschrägen. Es bietet durchgehend nutzbaren Wohnraum und entspricht dem klassischen oberen Stockwerk, wie man es zum Beispiel bei einer Stadtvilla findet.

Ein Dachgeschoss ist das oberste Geschoss eines Gebäudes. Es liegt direkt unter dem Dach und oberhalb des letzten Vollgeschosses. Aufgrund des Kniestocks und der geneigten Dachflächen ist meist nur ein Teil der Fläche als voll nutzbarer Wohnraum verfügbar. Wie viel Platz tatsächlich zur Verfügung steht, hängt maßgeblich von der Dachform und der Höhe des Drempels ab.

Der Dachstuhl
Handwerkliche Präzision – die tragende Krone Ihres Hauses

Roth-Massivhaus | Bauphase Rohbau: Dachstuhl +

Sobald das Obergeschoss gemauert ist, folgt mit dem Dachstuhl einer der letzten großen Rohbau-Meilensteine. Jetzt erhält das Haus seine endgültige Silhouette – und der Charakter des Gebäudes wird erstmals richtig spürbar. Auch wenn später kaum noch sichtbar: Der Dachstuhl ist ein zentrales Element der Gebäudestatik. Er verteilt das Gewicht der Dacheindeckung, überträgt Schneelasten, hält Wind stand – und prägt ganz wesentlich die Architektur Ihres Hauses.

Bei Roth-Massivhaus wird der Dachstuhl zimmermannsgerecht und individuell nach statischer Berechnung geplant. Ganz gleich, ob Satteldach, Walmdach oder Krüppelwalm – jede Dachform wird von uns fachgerecht umgesetzt, abgestimmt auf Baukörper, Bebauungsplan und persönliche Wünsche. Dabei setzen wir auf eine klassische Holzkonstruktion, die sowohl stabil als auch nachhaltig ist.

 

Symbolbild / Visualisierung *¹

Gängige Dachformen bei Roth-Massivhaus:

  • Satteldach – der Klassiker mit zwei geneigten Dachflächen
  • Walmdach – mit vier geneigten Flächen auch an den Giebelseiten
  • Flachdach – flache Dachkonstruktion mit min 3° Neigung
  • Krüppelwalmdach – kombiniert Giebel und Walm optisch ausgewogen
  • Pultdach oder Zeltdach – für moderne Architektur
Roth-Massivhaus | Stadtvilla Ravenna | Objekt 3441 | Gartenansicht: Terrasse mit Überdachung und Geräteschuppen

Dachüberstände und Optik

Die Dachkonstruktion reicht je nach Dachseite unterschiedlich weit über den Baukörper hinaus: traufseitig etwa 75 cm, giebelseitig rund 30 cm. Die Unterseiten werden mit weiß grundierten Profilholzbrettern verschalt, der Abschluss erfolgt durch Glattkantenbretter. Der Anstrich wird im eingebauten Zustand vorgenommen, um eine saubere Verarbeitung sicherzustellen. Traufüberstände werden in Form eines Kastengesimses ausgeführt – optisch klar gegliedert und konstruktiv bewährt.

Entwässerung

Auch der schönste Dachstuhl braucht eine durchdachte Entwässerung – schließlich soll Regenwasser zuverlässig und kontrolliert abgeleitet werden. Dazu gehören halbrunde, vorgehängte Dachrinnen aus langlebigem Titanzink, die an stabilen, verzinkten Haltern befestigt werden. Das gesammelte Wasser wird über Fallrohre sicher bis ca. 15 cm über das Geländeniveau geführt und dort weiter in das Entwässerungssystem geleitet.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den Übergängen (Anschlüsse und Schnittstellen zwischen Dachflächen und angrenzenden Bauteilen): Wandanschlüsse, Gauben oder Durchdringungen wie Schornsteine werden mit Metallblechen aus Walzblei und Titanzink sorgfältig abgedichtet. So bleibt das Haus auch an sensiblen Stellen dauerhaft geschützt.

Auf Wunsch können praktische Ergänzungen wie Laubfanggitter, Reinigungsöffnungen oder Dachhaken für spätere Wartungsarbeiten eingeplant werden – kleine Details, die langfristig viel Aufwand ersparen und die Funktionalität des Dachs weiter verbessern.

Fazit:
Ein Dachstuhl von Roth-Massivhaus ist weit mehr als nur ein Holzgerüst – er ist das handwerklich geformte Rückgrat Ihres Dachs. Geplant mit Verstand, gebaut mit Erfahrung und so gestaltet, dass er Ihrem Haus über Jahrzehnte Form, Stabilität und Schutz verleiht.

Die Konstruktion
Mehr als nur Balken auf dem Giebel

Werfen wir einen Blick hinter die spätere Dacheindeckung: Der Dachstuhl besteht aus einem präzise aufeinander abgestimmten System aus Sparren und Pfetten. Die Sparren verlaufen geneigt von der Traufe (unterer Dachrand) bis zum First (oberer Dachpunkt) und bilden das sichtbare Gefüge des Dachs. Damit sie Lasten sicher in die Konstruktion ableiten können, werden sie auf Pfetten gelagert – horizontal verlaufende Balken, die als tragende Verbindung fungieren.

Je nach Position unterscheidet man zwischen Fußpfette (lagert auf dem Ringanker bzw. der Decke), Mittelpfette und Firstpfette. Die Auflage der Sparren erfolgt über sogenannte Kerven – Einkerbungen, die dafür sorgen, dass die Sparren plan auf der Pfette aufliegen und sich nicht verdrehen können. So entsteht ein hoch belastbares Tragwerk mit perfekter Lastverteilung.

Verwendet wird bei uns ausschließlich zertifiziertes Nadelholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft – entweder Konstruktionsvollholz (KVH) oder, bei besonderen statischen Anforderungen, Brettschichtholz (BSH). Auf chemischen Holzschutz wird verzichtet – das Holz bleibt unbehandelt und damit besonders wohngesund.

 

 

Unsere Hausbaureferenzen
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