Roth-Massivhaus bloggt!Kommt mit auf die Reise Hausbau
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Baublog - Der Weg zum Eigenheim
Wir begleiten Familie Böhm beim Bau Ihres ganz besonderen Hauses

Wir lieben Herausforderungen! Und das nur knapp 10 Meter breite Grundstück der Familie Böhm stellt uns vor eine solche. Uns war sofort klar, dass hier ein besonderes Haus entstehen wird und freuen uns, dass wir den Bau des Hauses und die Bauherren-Familie in den kommenden Monaten begleiten dürfen. Vom ersten Spatenstich bis hin zur Schlüsselübergabe - wir zeigen euch die einzelnen Phasen des Baus, geben Tipps rund um das Thema Hausbau und lassen Euch an den Erfahrungen der Bauherren-Familie teilhaben. Aber auch Probleme und Komplikationen werden wir Euch nicht vorenthalten. Lange Rede, kurzer Sinn: Let's go! Wir starten damit, Euch das Bauvorhaben und die dazugehörige Familie vorzustellen.  

Roth Immobilien | Nahes Umfeld: Familienleben

Die Familie
Sie, das Organisationstalent - Er, die gute Seele der Baustelle

Ob Fachmagazin, Fachartikel, Video, Podcast, Forum oder Blog zum Thema Hausbau. Es gibt kaum einen, den Susan (Bauherrin) nicht kennt. Kein Wunder, dass die Frage, wer die Hosen beim Hausbau an hat von ihr mit einem schmunzelnden "Ich" beantwortet wurde. Die Antwort von Ehemann und Bauherr Christian auf diese Frage steht noch aus...

Susan und Christian wohnen mit Ihren beiden Töchtern (8 Jahren & 11 Jahre alt) aktuell in einer Mietwohnung, die viel zu klein für die 4-köpfige Familie geworden ist. Da der aktuelle Wohnungsmarkt und die dazugehörigen Mietpreise keine Alternativen boten, wuchs der Gedanke selber zu bauen stetig. Als dann Bekannte von einem schwer vermittelbaren Grundstück um die Ecke berichteten, zögerten die beiden nicht und besichtigten das Grundstück. Schnell war klar, warum dieses Grundstück mehrere Jahre keinen Käufer fand. Mit nur gut 10,50 m Breite eine echte Herausforderung bezüglich Bebaubarkeit und Möglichkeiten. Eine Herausforderung, in der die angehende Humanmedizinerin und der Polizeitaucher eher das Besondere sahen und sich in die Idee, hier zu bauen, verliebten.

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  • Roth-Massivhaus | Baublog | Objekt 3136 | Grundstück

Das Haus
Modernes Townhouse inmitten einer Einfamilienhaussiedlung

Als Grundlage für die Planung haben wir kurzfristig unsere Stadtvilla Lugana halbiert und dann nach und nach die Wünsche der Baufamilie umgesetzt. Herausgekommen ist ein Haus, welches individueller nicht sein kann. 
Die breiteste Stelle des Hauses beträgt gerade einmal 5,90 m. Um dennoch ein großzügiges Wohngefühl zu schaffen, musste in die Länge und Höhe geplant werden. Mit 14 m Länge und einem ausgebautem Spitzboden bietet das Haus nun einen wirklich clever durchdachten Grundriss und somit ausreichend Platz für die ganze Familie. Im Erdgeschoss befindet sich der rund 30 m² große offene Wohn-Koch-Essbereich, das Obergeschoss bietet Platz für die beiden Kinderzimmer sowie das Badezimmer und einen gemütichen Schlafplatz schaffen sich die Bauherren im ausgebauten Spitzboden.

Beim Erscheinungsbild des Hauses waren Susan und Christian vorallem eines wichtig - modern und minimalistisch sollte es werden. Mit der klaren Linien des Baukörpers, großen Fensterfronten und den Verzicht auf "Unnötiges", wie z.B. den Dachüberstand, ist ihnen das absolut gelungen.

 

November 2021
Bauen mit Roth - Auf gutem Grund

Stein auf Stein
12.11.2021

Schon wenige Tage nachdem die Bodenplatte gegossen wurde, geht es weiter. Der Rohbau des Erdgeschosses steht auf dem Plan.

Bevor der erste Stein gesetzt wird, wird eine Sperrbahn ausgelegt, die das Mauerwerk später vor aufsteigender Nässe schützen soll. Dann wird die erste Reihe Steine gesetzt.
Roth-Massivhaus verwendet für das Mauerwerk Porenbetonsteine, wobei für die einschalige Außenwand Steine mit einer Breite von 17,5 cm und für die Innenwände Steine mit einer Breite von 11,5 cm verwendet werden.
 

Warum Porenbestonsteine? 
Bei Porenbeton handelt es sich um ein massives, mineralisches und sehr tragfähiges Baumaterial, dessen Festigkeit durch Dampfhärtung bei 200° C erreicht wird.
Die Steine sind aufgrund ihrer geringen Rohdichte zum einen sehr leicht und können einfach zugeschnitten werden und zum anderen erreichen sie herausragende Eigenschaften in Bezug auf Wärmedämmung. Als rein mineralischer Baustoff bietet Porenbeton optimalen Schutz Feuer und sorgt dafür, dass im Brandfall keine giftigen Gase entstehen .


Da wir uns Wohngesundheit auf die Fahne geschrieben haben, verwenden wir Ytong Porenbeton. Er ist schadstofffrei und gibt keine Emissionen an die Raumluft ab. Außerdem bewirken die dampfdiffusionsoffenen, hoch wärmedämmenden und wärmespeichernden Porenbetonsteine von Ytong eine ausgeglichene Raumtemperatur und ein angenehmes Raumklima im Haus.

Nach der ersten akkurat in Waage gesetzten Steinreihe folgt eine weitere Sperrschicht, die verhindern soll, dass Spritzwasser in das oben liegende Mauerwerk eindringen kann. 
Danach heißt es Reihe für Reihe zu mauern. Das Ganze im Halbverband (Steine werden jeweils um die Hälfte ihrer Länge versetzt zueinander gelegt), um die nötige Stabilität zu garantieren. Als "Kleber" wird Dünnbettmörtel verwendet - ein spezieller Mörtel, der extrem dünne Mauerfugen von einem bis drei Millimeter ermöglicht.

Und so wächst das Haus von Stunde zu Stunde. Innerhalb von zwei Tagen ist die Rohbauhöhe von ca. 275cm erreicht. Jetzt endlich kann man das erste Mal durch das Haus gehen - Nach der langen Planungs- und Vorbereitungszeit ein besonderes Gefühl!

 

Die Bodenplatte kommt
05.11.2021

Freitag 14:00 Uhr - Ankunft an der Baustelle und ich komme mir vor wie auf einem Filmset. Die Straße kurzzeitig gesperrt, die beiden Hauptdarsteller, in diesem Fall zwei große Betonmischer, stehen bereit. Die Baufamilie hat vollzählig auf der Zuschauertribüne Platz genommen, Nachbarn und vorbeilaufende Fußgänger haben die Handys gezückt und filmen fleißig. Die erste Klappe fällt - der Mischer pumpt den Beton...

Aber kurz zu den Vorbereitungen: Bevor der Beton gegossen werden konnte, wurde aus Holz die Schalung gebaut und mit Stahlmatten ausgelegt. Unter den Stahlmatten liegt PE-Folie, die verhindert, dass das Wasser im Beton nicht ins Erdreich abfließen kann und somit mehr Zeit zum Abbinden hat. Denn es gilt die Regel: Umso mehr Zeit der Beton zum Trocknen/Abbinden hat, desto härter wird er. Demnach hatte das kalt-nasse Wetter wenigstens ein Gutes.

Zurück zum Blockbuster: Rund 10 m³ Beton wurden in die Schalung gegossen - das entspricht einem Gewicht von ungefähr 20 Tonnen. Damit dieser gleichmäßig die Dicke von 15 cm hat, wurden regelmäßig an diversen Punkten Messungen vorgenommen. Mit dem Flaschenrüttler wurde der Frischbeton dann verdichtet und mit der Betonpatsche glatt gezogen. Und schon nach einer Stunde war die Vorstellung beendet und die noch frische Bodenplatte glänzte in voller Pracht. 

Bis zur vollen Belastbarkeit vergehen rund 4 Wochen, aber schon in wenigen Tagen ist der Beton soweit getrocknet, dass das Mauern des Erdgeschosses beginnen kann.

Demnach: Fortsetzung folgt...

Das Streifenfundament
03.11.2021

Während in den vergangenen Wochen gefühlt nur gemessen und Erde hin und her geschoben wurde, geht es nun wirklich los - das Fundament wird gelegt.
 

Schritt 1: Das Streifenfundament
Dieses erfüllt gleich zwei Zwecke. Zum einen trägt es die Last des Gebäudes und zum anderen dient es als eine sogenannte Frostschutzschürze.
Denn wenn Wasser friert, dehnt es sich aus. Geschieht das mit Bodenwasser unter dem Fundament, hebt es die Bodenplatte an und der Beton kann reißen. Die Schäden am Gebäude können verheerend sein. Das Streifenfundament besteht aus massiv gegossenen Betonstreifen, die einmal umlaufend den Grundmauern des Hauses folgen.
Wie tief und breit es sein wird und wie viele Bewehrungseisen es braucht, richtet sich nach dem Gewicht des Hauses, dem Grundriss sowie nach dem vorhandenen Baugrund.


Für das Townhouse wurde umlaufend ein ca. 80 cm tiefer und 50 cm breiter Graben ausgehoben. Hierin wurden Leerrohre und die Mehrsparteneinführung gelegt. Diese stellen sicher, dass alle Medien (Strom, Wasser, Telekommunikation etc.) später problemlos ins Haus gelegt werden können.
Zudem, auch einmal umlaufend ums Haus, wurde der Fundamenterder verlegt (auf den Bildern: flache Metallschiene). Das ist Pflicht für jeden Neubau und sorgt dafür, dass elektrische Ströme in den Boden abgeleitet werden. Das schützt das Haus vor Blitzeinschlägen oder Überspannung.

Anschließend wurden die Bewehrungskörbe (aus Stahlstäben geschweißte Körbe) in den Graben gelegt und miteinander verbunden. Sie verstärken den Beton und erhöhen so die Tragfähigkeit.

Apropos Beton... Nach der ganzen Vorbereitung konnte dieser letztendlich gegossen werden und tadaaa - fertig ist das Streifenfundament.

Nun warten alle gespannt auf den 05.11.2021 - 14:00 Uhr! Den Termin für die Bodenplatte.

 

 

 

Oktober 2021
Auf die Plätze, Fertig, Baustart!

Abschluss der Erdarbeiten
25.10.2021

In den letzten 3 Tagen wurden die notwenigen Erdarbeiten vorgenommen und somit im wahrsten Sinne des Wortes der Grund"stein" für das Haus gelegt.

Donnerstagmorgen… Es stürmt in Berlin… Wirklich keine Frisur sitzt…
Das hält unsere Tiefbauarbeiter nicht davon ab, pünktlich um 8:00 Uhr den Bagger abzuladen und mit den Erdarbeiten zu beginnen.
 

Wozu sind diese notwendig? Mutterboden ist nicht belastbar. Damit das Haus später nicht absinken kann und dadurch vielleicht sogar die Bodenplatte bricht, muss der Boden entsprechend vorbereitet werden – das sogenannte Gründungspolster muss gelegt werden. Hierbei handelt es sich um eine Schicht aufgebautes, verdichtet Material aus Kies, Mineralgemisch und Sand, welches die Bodenplatte trägt. Da später auch das Baugerüst sicher stehen muss, hat das Gründungspolster die Größe der Bodenplatte plus einen Meter umlaufend.


Schritt 1: Der Mutterboden muss abgetragen werden. Beim Ausheben der ca. 30 cm tiefen Grube dann das erste Hindernis. Eine scheinbar intakte Stromleitung, die in den Plänen nicht vermerkt war, offenbarte sich. Ohne Klärung konnte das Gründungspolster nicht darübergelegt werden. Glück im Unglück - der Bauleiter war gerade bei einer seiner Baustellenkontrollen vor Ort. Zehn Minuten und drei Anrufe später war das Problem gelöst. Da es sich nur um die Stromzufuhr zum Schuppen handelte, ist am Nachmittag kurzerhand ein befreundeter Elektriker des Bauherren Christian vorbeigekommen, hat die Leitung gekappt und wird diese später neu legen.

Zeitgleich traf der Hänger ein, der den abgetragenen Mutterboden auflud und abtransportierte. Christian und Susan haben sich dafür entschieden einen Teil der Erde zu behalten, um später den Boden angleichen oder auch das erste Beet anlegen zu können. Bis dahin wird er aufgehäuft auf dem hinteren Teil des Grundstücks gelagert und kann von den Kindern erklommen oder mit viel Glück im Winter als eigene Rodelbahn genutzt werden.

Am Folgetag konnte dann die Grube mit dem Materialmix aufgefüllt und mit einem Rüttelplatte verdichtet werden. Fertig ist das Gründungspolster.
 

Sidestory: Ein Vögelchen zwitscherte mir, dass es sich die Bauherren nicht nehmen ließen, am Abend des ersten Tages auf dem Grundstück auf den ersten richtigen Spatenstich anzustoßen. Das Ganze bestätigte sich, als am Morgen danach Christian auf seinem Rennrad Richtung Baugrundstück an mir vorbei sauste. Er wolle das Auto holen und ein kleines Frühstück vorbeibringen... Ein kleines Frühstück für die Arbeiter... Er ist wirklich die Gute Seele der Baustelle!

 

Einmessen des geplanten Hauses
04.10.2021

Heute ist es endlich soweit! Der erste Spatenstich! Naja fast…
Denn noch vor dem ersten wirklichen Spatenstich muss ein wichtiger Schritt erfolgen: Das Einmessen des geplanten Gebäudes. Dieses erfolgt durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur.

Was auf den ersten Blick aussieht, wie liegen gebliebenes Spielzeug der Kinder, sind präzise platzierte Holzpfosten, die mit umlaufend drei Meter Abstand die Eckpunkte des geplanten Hauses markieren. Wer genau hinschaut sieht, dass in jeden Pfosten ein Nagel gehauen wurde. An diese Nägel können später Schnüre gespannt werden und so die Position von Wänden und die Maße der Bodenplatte genau bestimmt werden. Das gewährleisten, dass das Haus auf der richtigen Position entsprechend des Bauantrags errichtet wird.

Nun kann der Erdbauer kommen...


 

Was bisher geschah...
Eine kurze Übersicht der Beratungs- und Planungsphase

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Beratung und Kauf

Mit dem besonderen Grundstück im Gepäck, traten Susan und Christian im Sommer 2020 an uns heran. In der Beratungsphase klärten wir den Bedarf und die Wünsche der Familie ab und erstellten daraufhin ein individuelles Angebot.
Zudem erhielten sie, wie alle unsere Bauinteressenten, unser ausführliche Bau- und Leistungsbeschreibung in der alle unsere Leistungen detailliert aufgeführt sind. 

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Planung

Bei diesem besonderen Bauvorhaben haben sich die Beratungs- und Planungsphase überschnitten, da wir hier zur Absicherung im August 2020 eine Bauvoranfrage gestellt haben. Wenige Wochen später erhielten wir dann die Bestätigung, dass wir den Wünschen der Baufamilie entsprechend bauen dürfen. Dann erfolgte die detaillierte Planung, bei der Susan viele Ideen mitbrachte und wir somit gemeinsam das perfekte Haus entwerfen konnten.

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Bauantrag

Nach der Planungsphase wurden alle nötigen Unterlagen an einen unserer Architekten übergeben, der die Ausführungsplanung vorgenommen und die Unterlagen für den Bauantrag erstellt hat. Nur 6 Wochen nach dem Versand des Bauantrags, erhielt die Baufamilie die Baugenehmigung. Im Juli 2021 konnten dann die Vorbereitungen für den Bau beginnen.

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Bauvorbereitung

Zur Bauvorbereitung gehörte ein Kennlern-Termin mit dem Bauleiter sowie das Bauanlaufsgespräch in dem die ersten Schritte erklärt werden. Aber auch die Baufamilie hatten nun die ersten Aufgaben, die vor Baustart erledigt werden mussten. Das Halte- und Parkverbot musste beantragt werden. Dank unseres Erdbauers Jens Petereit Gala Tiefbau, der gerne seine Kontakte nutze um Susan und Christian zu unterstützen, konnte die Antragszeit hier von sechs Wochen auf drei Wochen verkürzt werden.
Zudem musste Baustrom und Bauwasser beantragt, sowie der Vermesser bestellt werden. Und damit startet nun auch unser Baublog.